SAFE THE DATE! 20. OKTOBER 2019

DEUTSCH-GRIECHISCHER LITERATURSALON

GESELLSCHAFT GRIECHISCHER AUTORINNEN IN DEUTSCHLAND e.V. (GGAD e.V.)

GESELLSCHAFT GRIECHISCHER AUTORINNEN IN DEUTSCHLAND e.V.


VERSTORBENE MITGLIEDER

Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

Wir gedenken unserer Verstorbenen (Mitglieder der GGAD e.V.)

Mit dem Tod eines Menschen verliert man vieles,
niemals aber die gemeinsam verbrachte Zeit.

ggad_icon_buchseite_002

Ein ewiges Rätsel ist das Leben und ein Geheimnis bleibt der Tod. 
Was man tief in seinem Herzen besitzt kann man nicht durch den Tod verlieren.

Stavros Stavrianidis (* 05.11.1939 - † 26.08.2019)


Wir sind tiefst betroffen von der traurigen Nachricht, dass unser Vereinsmitglied Stavros Stavrianidis am 26. August 2019 im Alter von 79 Jahren verstorben ist.

 

Wir trauern mit seiner Familie

und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren!

 

GESELLSCHAFT GRIECHISCHER AUTORINNEN IN DEUSTCHLAND e.V. (GGAD e.V.) - Der Vorstand


Stavros Stavrianidis
† Stavros Stavrianidis

Stavros Stavrianidis wurde 1939 in Thessaloniki geboren. Er emigrierte 1964 zunächst in die Niederlande nach Arnheim und 1966 nach Deutschland. Von 1966 bis 1992 war er in der Chemiefabrik Glanzstoff in Heinsberg/Oberbruch beschäftigt, wo er bis zu seinem Tode im August 2019 wohnte und lebte. Nebenbei hat er sich als Maler betätigt, seit 1992 betriebt er die Malerei neben der Schriftstellerei als Hauptberuf. Sein umfangreiches literarisches Werk blieb unveröffentlicht, abgesehen von einigen Erzählungen, die in Anthologien mit aufgenommen wurden, und dem Erzählbändchen Unteroffizier Bekovic, das in Thessaloniki (Vlg. Paratiritis) auf Griechisch erschienen ist. Beim Größenwahn Verlag Frankfurt am Main ist seine Kurzgeschichte ICH BIN SCHRIFTSTELLER in der Anthologie "Bewegt" erschienen. Stavros Stavrianidis schaffte es in seiner humorvollen Geschichte die Ängste und Identitätsschwierigkeiten eines Autors zu erzählen.

GGAD e.V., Mitglied:
Stavros Stavrianidis
* 05.11.1939
† 26.08.2019

GESELLSCHAFT GRIECHISCHER AUTORINNEN IN DEUTSCHLAND e.V. (GGAD e.V.)
ggad_555

WIR HABEN EINEN FREUND VERLOREN

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen lachenden Mundes.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen mitten in uns.

(Rainer Maria Rilke)


Jürgen Rompf

 Γιούργκεν Ρομπφ

14. 10. 1952 – 17.1.2019

Jürgen Rompf

„Ihr Lieben, ich möchte Euch schweren Herzens informieren, dass Jürgen heute Νacht friedlich eingeschlafen ist. Die Welt ist um einen lieben Menschen ärmer geworden. Beste Grüße, Anja“

Man könnte die vielen Worte sein lassen; allein diese kurze Nachricht einer seiner besten Freundinnen, die so großen Schmerz enthält, würde reichen für alle, die ihn kannten, für die er ein Freund oder Mitarbeiter oder einfach ein guter Bekannter gewesen war, um zu spüren, wer Jürgen gewesen war und als solcher auch in unserer Erinnerung bleiben wird.

Doch es ist eigentlich auch eine Pflicht, Leuten, die ihn nur oberflächlich kannten oder nicht dazu kamen, ihn richtig kennenzulernen, einen tieferen Blick zu erlauben in sein Tun, sein Denken, sein Engagement und seine Intensionen.

Er war geboren worden in Gusternhain/ Hessen und ist in der Intensivstation des Universitätsklinikums Düsseldorf nach wochenlangen intensiven Therapieversuchen der Ärzte gestorben. Woran eigentlich? Einmal haben die Ärzte gesagt, er habe an und in seinem Körper so viele Baustellen, dass man nicht wisse, wo man anfangen und wo man aufhören könnte!

Wir, seine Freunde, hatten die Hoffnung nicht aufgegeben. Er wird ´s schaffen. Er möchte leben, gut die Ärzte! Aber der Wille eines Menschen erschüttert Berge… Leider, es hat nicht gereicht. „Er ist erlöst“, sagen wiederum andere. Ja, das ist wahr. Das wäre kein lebenswertes Leben geworden. Auch richtig.

Und nun die Erinnerung: Ein lieber Mensch; einer, der nicht “Nein“ sagen konnte, und wenn es nicht anders ging, bemühte er sich, eine andere Lösung zu finden. Ein gebildeter Mensch, der nicht auf Universitäten gegangen war, sondern jede Möglichkeit ausschöpfte, sich zu bilden. Er las viel und behielt das Gelesene wie einen Schatz in seinem Geist und verblüffte sein Gegenüber mit trefflichen Zitaten, die er, mit einem verschmitzten Lächeln begleitet, anbrachte. Er hatte eine sehr schwere Kindheit, und um aus den Traumata rauszukommen, suchte er Zuflucht in der Fremdenlegion in Frankreich. Seine erste Fremdsprache war demnach Französisch. Er hatte sich dann in Deutschland zum Drucker ausbilden lassen, die Beschäftigung damit aber hat nicht lange gewährt, denn dieser Beruf fiel der Moderne zum Opfer. Aber Jürgen liebte die Buchstaben, und so spezialisierte er sich zum Setzer am Computer. Unentbehrlich wurde er damit für viele von uns, die sich auch wegen des hohen Alters mit den jüngsten Errungenschaften der Digitalisierung nicht zurechtfanden. Er liebte auch sehr die Fotografie, das Fotografieren. Unendlich viele die Aufnahmen in jeder und von jeder Kulturveranstaltung. Alles Kunstwerke. Mit oder auch ohne Auftrag. „Ich bin hier privat“, pflegte er dann zu sagen, um ohne Zwang fotografieren zu können, was ihn bewegte. Und er machte auch tolle, ungewöhnliche Naturaufnahmen. Es wäre sicher eine gute Aufgabe, mal eine Ausstellung mit seinen Bildern zu machen!

Aber all das ist Beiwerk gewesen. Seine Größe war die Menschlichkeit. Und nicht etwa an zweiter Stelle: Seine besondere Liebe, die galt Griechenland mit all seinen Formen und Intensionen: Literatur, Geschichte, Natur, Griechen in Deutschland – er war nicht zuletzt auch die Seele unserer neuen Zeitschrift LOGOGRAPHIA. Er sagte stolz von sich „ich glaube, ich bin der echteste Philhellene neuester Prägung“. Und in der Tat: Keine Diskussion oder Planung für die POP – Kulturinitiative für Griechenland -, zu deren neuestem Vorsitzenden er im Januar vor einem Jahr gewählt worden war, ohne an Distomo, das von den Nazis im Krieg vernichtete griechische Dorf samt seinen Einwohnern, zu denken.

Also die Welt und speziell Griechenland ist „um einen lieben Menschen ärmer“ geworden! Wir trauern um ihn von tiefstem Herzen. „Aιωνία σου η μνήμη“, αγαπητέ μας Γιούργκεν!

Für die GESELLSCHAFT GRIECHISCHER AUTORINNEN e.V. (GGAD e.V ) Michalis Patentalis, Niki Eideneier

SAFE THE DATE! 20. OKTOBER 2019
DEUTSCH-GRIECHISCHER LITERATURSALON
GGAD e.V., Mitglied: Christos Anastasopoulos

ggad_button_download_001